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TROTT-WAR: DIE ETWAS ANDERE STADTFÜHRUNG

Am 02.07. nahmen die Klassen 8 und 9 an einer alternativen Stadtführung durch Stuttgart teil. Alternativ meint hier eine Führung zu den Schattenseiten Stuttgarts, angeboten und geleitet vom gemeinnützigen Verein Trott-war. Hierzu machten sich die Schüler/innen um 9 Uhr zum Treffpunkt am Marienplatz auf. In zwei Gruppen aufgeteilt wurden sie und ihre begleitenden Lehrkräfte 3 Stunden lang zu Plätzen abseits des normalen Alltags in Stuttgart geführt. Der Verein Trott-war bietet sozial benachteiligten Menschen Hilfen an, die von der Unterkunft, über ein warmes Essen bis hin zur Arbeitsvermittlung gehen, an. Auch unsere Stadtführer haben durch die Aufgabe eine sozialversicherungspflichtigen Job und dadurch eine Chance bekommen, ein neues Leben zu beginnen.

Wir begannen zunächst am Marienplatz, der sich durch städtebauliche Maßnahmen vom Drogen-Umschlag-Platz zum Treffpunkt für Familien und junge Menschen gewandelt hat. Weiter ging es zur Trott-war-Zentrale in der Hauptstädter Straße, die einmal als Redaktion und Lagermöglichkeit der gleichnamigen Zeitung Trott-war, aber auch als Anlaufstelle für Menschen in Notlagen aller Art dient. Vorbei ging es außerdem an einem Wohnheim, das betreut von einem Sozialarbeiter der sozialen Wiedereingliederung dient. Zu Fuß ging es weiter zum Nestwerk, einer Anlaufstelle für Kinder Jugendliche, die aus verschiedensten Gründen von Zu Hause weggelaufen sind. Die Tatsache, dass jeden dritten Tag ein neues Kind beim Nestwerk auftaucht und dass das bisher jüngste lediglich 8 Jahre alt war, schockierte die Schüler/innen und prägte sie nachhaltig. Anschließend machten wir unterhalb der Paulinenbrücke Halt vor dem Franziskus-Stüble, das von einer Nonne des Franziskaner-Ordens seit 20 Jahren geführt wird und jeden morgen ein reichhaltiges Frühstück in angenehmer Atmosphäre bietet, das von der Nonne persönlich mit einem Gebet begonnen wird.

Zuletzt lernten wir noch die Leonhardskirche kennen, die im Volksmund „Vesperkirche“ genannt wird. Hier wird vom Frühstück, über ein Mittagessen bis hin zum Kaffee am Nachmittag eine umfassende Versorgung für die Obdachlosen bereitgestellt. Obwohl dies monatlich bis zu 250.000 Euro kostet, sind alle diese Mahlzeiten umsonst oder lediglich zum kleinen Unkostenbeitrag erhältlich.

Die Stadtführung lebte von unvergleichlicher Authentizität und Glaubwürdigkeit. Die Schüler/innen lernten hier die Schattenseiten Stuttgarts aus erster Hand kennen und konnten ein Gefühl dafür entwickeln, was es bedeutet, wenn Alles im Leben schief läuft. Ihnen wurde zudem klar, was der Verein Trott-war für die Menschen auf der Straße leistet und wie wichtig solch eine direkte und unbürokratische Hilfe für Menschen in Not ist.

Bild Trottwar

 

 
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Ulrich-Walter-Schule
Calwer Strasse 34
Stuttgart-Mitte, 70173

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Fax: 0711-28441349
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