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Jedes Jahr ruft die Schulbehörde die Realschulen des Landes auf, mit ihren Schülerinnen und Schülern am "Nanu?!"-Wettbewerb teilzunehmen.

Der Wettbewerb will naturwissenschaftliche Fragestellungen und Arbeitsweisen im Unterricht fördern. "NANU?!" soll Lehrerinnen und Lehrer dazu ermutigen, im naturwissenschaftlichen Unterricht durch mehr Schülerorientierung, Teamarbeit, Formen freien Arbeitens und der Projektmethode innovative Wege zu gehen. Bei einem Beitrag ist nicht nur das Ergebnis wichtig, sondern ebenso die Beschreibung des Wegs dorthin.

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Eine Projektgruppe von 9 Schülerinnen und Schülern der Ulrich-Walter-Schule möchte im kommenden Jahr an dem Wettbewerb teilnehmen. Das Thema lautet: Wasserraketen.

Die Funktionsweise einer Wasserrakete ist zunächst sehr einfach: Sie wird zu einem Drittel mit Wasser befüllt und auf einer Startrampe montiert. Anschließend wird sie mit etwa 10 Bar unter Druck gesetzt und schließlich in den Himmel geschossen. Gut gebaute Raketen können mit dieser Antriebsmethode mehrere hundert Meter hoch fliegen.

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Auch die Raketen unserer Schülerinnen und Schüler erzielten zum Teil beachtliche Höhen. Ähnlich wie in der Wissenschaft lernten die Schüler in den sechs Projektwochen, wie wichtig präzises und ausdauerndes Arbeiten für den Erfolg ist. Immer wieder wurde nachgebessert, diskutiert, gemessen und ausprobiert.

Einen guten Bezug zur Wirklichkeit erhielt die Gruppe dann durch den Besuch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Hardthausen. Dort werden seit den sechziger Jahren die Raketentriebwerke der europäischen Ariane-Raketen getestet. Auch dort ist präzises Arbeiten wichtig für eine erfolgreiche Testphase.

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Zusammen mit einem Wissenschaftlerteam setzte sich unsere Gruppe zum Teil auf hohem Niveau mit Themen wie Gravitation, Auftrieb und Unterdruck auseinander und führte zahlreiche Experimente in einem Windkanal und am Fallturm für Mikrogravitation durch.

Beinahe hätten die Schülerinnen und Schüler sogar einen Triebwerkstest miterlebt, der für diesen Tag vorgesehen war. Bei 4 Millionen PS Antriebskraft hätte das gesamte Gelände gebebt. Darüber hinaus wäre eine riesige Wolke Wasserdampf aufgestiegen, da das Triebwerk mit mehreren tausend Litern Wasser gekühlt werden muss. Nicht umsonst werden die Triebwerke tief im Granitgestein des Untergrundes verankert, bevor sie gezündet werden. Aus technischen Gründen musste der Start leider kurzfristig wieder abgesagt werden.

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Zuletzt ließen die Kinder ihre eigenen mitgebrachten Raketen in die Luft fliegen. Auch hier konnte man Unterschiede erkennen: Präzise gebaute Raketen flogen weit in den Himmel, den anderen hingegen fehlte es an Höhe oder sie erlitten einen Fehlstart. Der guten Laune der Kinder tat dies jedoch keinen Abbruch: Das DLR war für alle der tolle Abschluss eines gelungenen Projektes.

Gelernt hatten die Kinder dabei einiges: Neben der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema "Raketenbau" förderte das Projekt wichtige Eigenschaften wie Präzisionsarbeit, Durchhaltevermögen, Teamarbeit und Zeitmanagement. Alles Dinge, die nicht nur in der Schule, sondern später auch im beruflichen Alltag von großer Bedeutung sind.

 

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KONTAKT
Ulrich-Walter-Schule
Calwer Strasse 34
Stuttgart-Mitte, 70173

Tel: 0711-28441340
Fax: 0711-28441349
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